Förderverein Städtisches Museum Kitzingen e.V.

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Zur bisherigen Kulturförderpraxis der Stadt Kitzingen

Seit Jahrzehnten werden nach offizieller Diktion von dem Kitzinger Kulturverein PAM e.V. jährlich Sommerausstellungen in der Rathaushalle der Stadt Kitzingen durchgeführt. 2014 wurde die bestehende Vereinbarung per Stadtratsbeschluss für die Jahre 2017-2020 verlängert. Für die Durchführung der Sommerausstellungen wurden jährlich Fördergelder im Umfang von rund 20.000 EUR von der Stadt Kitzingen dem Kulturverein PAM e.V. zur Verfügung gestellt. Eine äquivalente Summe an Fördergeldern hat die Unterfränkische Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken zugesteuert, so dass pro Jahr Fördermittel im Umfang von einigen Zehntausend Euro zusammenkamen.

Die Vergabe der Fördermittel erfolgte in einem quasi automatisierten Verfahren im dreijährigen Zyklus, seit 2014 in einem vierjährigen Zyklus. Die PAM e.V. wiederum ‚beauftragte‘ jährlich ebenfalls ohne öffentliche Ausschreibungen die Firma multiculture artsnetwork, die sämtliche Ausstellungen durchführte. Inhaber der Firma multiculture artsnetwork und Nutznießer der Aufträge sind Klaus-Dieter Christof und Renate Haaß. Beide sind zugleich Gründungsmitglieder des Kulturvereins PAM e.V. und Renate Haaß ist im Vorstand des Vereins als Stellvertretende Vorsitzende tätig. Klaus-Dieter Christof ist langjähriges Mitglied des Kitzinger Stadtrats, wo er unverhohlen Lobbyarbeit für seine Sommerausstellungen betreibt und über die Vergabe der Fördergelder mitabstimmt.

Bis auf das Jahr 2019 fanden hinsichtlich der Vergabe der Sommerausstellungen keine öffentlichen Ausschreibungen statt. 2019 fand erstmals eine Ausschreibung der Sommerausstellung 2020 im Amtsblatt „Der Falter“ statt, den Zuschlag bekam, wen wundert‘s, die Firma multiculture artsnetwork.

Die Firma multiculture artsnetwork hält seit Jahrzehnten in Kitzingen ein konkurrenzloses Monopol für die Sommerausstellungen, Christof und Haaß sind dadurch in den Genuss von Hunderttausenden Euro an öffentlichen Fördergeldern gekommen. Anderen freien Kulturschaffenden und Ausstellungsmachern aber wurde damit die Chance genommen, an diesen öffentlichen Kulturfördergeldern zu partizipieren.

Die bisherigen Sommerausstellungen wurden in Kooperation mit dem Kitzinger Stadtmuseum und Stadtarchiv durchgeführt, wobei sowohl die Museums- als auch die Archivleitung zur Kooperation mit dem Stadtratsmitglied Christof verpflichtet wurden.

Zurzeit wird vom Stadtratsmitglied Klaus-Dieter Christof ein neuer mehrjähriger Förderzyklus angestrebt. Wir verstehen, dass die Kitzinger Stadträte dem Freien Senior-Künstler und langjährigen Stadtratsmitglied Christof weiterhin unter die Arme greifen wollen. Doch darf dies kein Grund dafür sein, beträchtliche Mengen an öffentlichen Fördermitteln der Stadt und des Bezirks Unterfranken jahrelang auf eine einzige Firma zu kanalisieren und damit Generationen junger Kulturschaffender und Nachwuchskünstler in Kitzingen und Umgebung diese Fördermittel vorzuenthalten.

Seit Jahren fordern Museumsleitung und Förderverein die Aufstellung von Kulturförderrichtlinien für die Stadt Kitzingen, damit eine solch einseitige Vergabe von öffentlichen Geldern für die Zukunft unterbunden wird.